Der Sonnenhof wurde 1922 von Dr. Ita Wegman erworben, als Ergänzung ihrer Klinik zur Aufnahme von stationären Patienten.
Zu dieser Zeit stand also nicht die Gründung einer anthroposophischen heilpädagogischen Institution im Vordergrund. Bald darauf wurden die ersten Kinder mit Entwicklungsstörungen aufgenommen. Als Rudolf Steiner 1924 den „Heilpädagogischen Kurs“ hielt, wurden einige dieser Kinder vorgestellt und von ihm besprochen. So war der Sonnenhof von Anfang an in den anthroposophischen heilpädagogischen Strom eingetaucht. In den sechziger Jahren kam der große Umschwung. Die eidgenössische Invalidenversicherung wurde eingerichtet, und die Kantone änderten ihre gesetzlichen Grundlagen, um von nun an Hilfeleistungen bieten zu können.
Mit Einführung der allgemeinen Schulpflicht auch für behinderte Kinder erfüllte der Sonnenhof mit der Heilpädagogik plötzlich einen öffentlichen Auftrag, da staatliche Institutionen weitgehend fehlten. Heute spielt neben der Heilpädagogik auch die Sozialtherapie Erwachsener eine wichtige Rolle im Sonnenhof Arlesheim. www.sonnenhofarlesheim.ch